Archive for October, 2007

Tutorials zum Flex Framework Cairngorm

Tuesday, October 30th, 2007

Eine sehr gute Reihe an Tutorials zu dem Flex Framework Cairngorm bietet David Tucker in seinem Blog.

Die Tutorials sind mit Beispielen gespickt und haben teilweise auch Videos zur besseren Veranschaulichung.

Der Einstieg in Cairngorm fällt trotz CairngormDocs immer noch teilweise sehr schwer. Umso besser, dass nun die mehrteilige Serie von David Tucker zur Verfügung steht.

  • Teil 1 beschreibt das ModelLocator Pattern
  • Teil 2 dreht sich um die Implementierung des Views mittels des ModelLocator Patterns
  • Teil 3 zeigt die Anwendung des Service to Workers Pattern.

Insgesamt sehr lesens- und sehenswert die Reihe, die fortgesetzt werden soll.

Jeffry Houser hat auch eine Reihe zu Tutorials zu Cairngorm, die sich an dem mehrteiligen Dokument von Steven Webster im Developer Center orientiert.

Google experimentiert mit Flex

Monday, October 29th, 2007

Google unterhält mit Searchmash ein Experimentierwerkstatt, um alternative Oberflächen für die eigene Suche zu erproben. Nun befindet sich neben dem Standard-Userinterface, auch eine Version, die in Adobe Flex realisiert ist auf der Website.

Das Flex-Userinterface lässt sich komfortabel bedienen. Am linken Rand lässt sich eine Such-Historie einblenden und die Übergänge zwischen den Ergebnissen sind schön gestaltet. Besonders komfortabel erweist sich die Suche nach Videos. Letztere lassen sich sogar schon von der Searchmash-Seite aus abspielen, man muss gar nicht mehr auf die Zielseite gehen. Auch die Flex-Version von Google-Maps kann überzeugen.

Insgesamt erfreulich, dass Google mit alternativen UIs zur eigenen Suchmaschine experimentiert und die Flex Version ist zudem noch ganz gut gelungen.

Kein Java 6 auf Leopard

Friday, October 26th, 2007

Nachdem sich nun die Gerüchte bewahrheitet haben, dass Mac OS X 10.5 Leopard kein Java 6 mitbringt, muss man sich wirklich fragen, ob der Mac noch für Entwickler taugt. Es geht ja nicht nur im die Sprache an sich sondern auch die Plattform. Darüberhinaus sind die meisten IDEs für den Mac in Java geschrieben, nicht nur Eclipse oder Netbeans.

Man kann zwar sagen, dass man momentan eher noch kein Java 6 benötigt, es sei dann man ist an vorderster Front in Sachen Desktop-Entwicklung oder JavaFX unterwegs. Aber Java ist bereits seit fast einem Jahr für andere Plattformen erschienen und bringt neben Neuerungen auch erhebliche Performance-Vorteile mit sich.

Die quälende Frage, die sich auftut ist vielmehr, ob Apple auf seiner Plattform Java künftig noch weiterentwickeln will. Hier wäre eine Aussage von Apple wirklich wünschenswert. Auch wenn Mac eine Marke ist, die auf den Massenmarkt zielt, ist der Mac bei vielen Entwicklern sehr beliebt. Auch im Universitätsbereich (in den Informatik Fachbereichen) würde ein Wegfall der Java-Unterstützung zu einem Verlust von Kundengruppen führen, da an den Unis niemand Objective C unterrichten/lernen will.

Es bleibt die Hoffnung, dass Java 6 demnächst zum Download bereitsteht (eine Developer Preview gab es immerhin schon mal zum Download) sonst bleibt alleine die Hoffnung, dass sich Sun wieder selbst der OS X Entwicklung des JDK annimmt, oder etwas Brauchbares aus openJDK hervorgeht. Immerhin nennt Apple Java unter Leopard immer noch eine “Key Technology”, das macht Hoffnung.

Ich werde Apple weiterhin gerne benutzen und auch auf den Leoparden updaten, nur bevor nicht Klarheit in Sachen Java auf OS X besteht, werden die MacBooks die einzigen Apple-Rechner bleiben.

Und nein, an eine Ubuntu-Installation auf Apple Hardware mag ich mich noch nicht ganz gewöhnen ;o)

Flexbuilder für Studenten kostenlos

Thursday, October 25th, 2007

Adobe hat heute bekannt gegeben, dass der Flex Builder 2 für Studenten und Lehrende ab dem frühen November kostenlos erhältlich sein wird. Zusammen mit dem frei verfügbaren Flex SDK, können Studenten völlig kostenlos Flexanwendungen erstellen. Die Registrierung und die Bedingungen für die kostenlose Version sind hier einzusehen.
Flex Builder ist die auf Eclipse basierende IDE für Flex-Entwicklung und verfügt für Programmierer über viele komfortable Features und visuellen Builder.

Bereits gestern hat Adobe die (US-) Preise für Flex Builder 3 bekannt gegeben. Sehr erfreulich ist, dass die künftige Einsteigerversion deutlich billiger sein wird als bisher: $ 250.

Eine “Professional Version” wird $ 699 kosten, enthält aber zusätzlich:

  • Datenvisualisierungs- und Charting-Komponenten
  • Speicher- und Performace-Profiler
  • Flex Test Automations-Framework

Die Update-Preise sind auch erfreulich gestaltet, mit $ 99 für ein Update von FB 2 auf FB 3 Standard und $ 299 von FB plus Charting auf FB 3 Professional. Ein Update vom alten FB auf den FB 3 Professional wird mit $ 499 angegeben.

Erfahrungsgemäß liegen die Preise in Deutschland mindestens bei den gleichen (numerischen) Preisen in Euro, eher etwas höher.

Hat der Mac als Entwickler-Maschine ausgedient?

Monday, October 22nd, 2007

James Gosling, der “Vater” von Java, hat sein jahrelang genutztes Powerbook gegen ein Notebook mit Solaris eingetauscht. Die Begründung ist, dass seiner Meinung nach Apple nicht mehr die ideale (Java)-Entwickler-Maschine sei. Er selbst nutze ein Notebook mit dem aktuellen Solaris statt dessen, welches den Entwickler viel besser unterstütze.

Die genauen Gründe für den Wechsel sind nicht bekannt. Es kann sein, dass es Gosling stört, dass die aktuelle Java-Version (Java 6) auf Mac erst zehn Monate später als auf anderen Plattformen erscheint und dazu noch in einem kostenpflichtigen Update verpackt ist. Oder, dass sein Arbeitgeber Sun, so gerne das hauseigene Betriebssystem Solaris in gutem Licht präsentieren will?

Mich jedenfalls überzeugen die Argumente nicht. Es kann sein, dass einige Features von Solaris sehr entwicklerfreundlich sind, aber ich finde weder Gnome wirklich überzeugend noch möchte ich auch die anderen OS X Anwendungen verzichten, ganz zu schweigen von der Usability des Mac. Außerdem findet momentan ein Großteil der ernsthaften Java-Entwicklung noch in Versionen vor (oder mit) Java 5 statt. Und mit Leopard hat man nun sogar ein zertifiziertes Unix als Unterbau unter der genialen Oberfläche.

Ein letzter Punkt, der Goslings Wechsel schon fast hanebüchen erscheinen lässt, ist seine Aussage, dass Solaris das Notebook, wenn er es zuklappt nicht in den Schlafmodus versetzt, sondern es einfach weiter läuft. Er muss es also immer Ausschalten, eine tolle Sache…

Nur wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, dass es kein Java 6 mehr für OS X gibt (es sei denn es entsteht etwas aus dem openJDK-Projekt), dann hat der Mac mittelfristig als Entwicklerplattform wohl wirklich ausgedient, auch für mich :o(