Kaum zu glauben aber wahr. Apple hat endlich eine Preview des JDK 6 für Mac OS X Leopard veröffentlicht. Man muss lediglich (kostenloses) Mitglied der Apple Developer Connection sein, um an den Download zu kommen.
OS X Versionen vor Leopard bleiben ausgeschlossen, aber das war schon erwartet worden, dass Java 6 nur auf Leopard läuft. Eine weitere Einschränkung ist, dass die Maschine eine 64bit CPU aufweisen muss, damit die Preview gestartet werden kann. Tiger-User oder solche mit 32bit CPUs müssen ggf. auf Soylatte umsteigen,wenn sie ein Java 6 benötigen.
Die Preview ist nur für Entwickler gedacht und noch nicht für den Produktiveinsatz.
Hoffen wir nur, dass die Final bald folgt und nicht nur die Version 1.6.0_01 der Preview hat sondern gleich die aktuelle 1.6.0_03.
Unter der Adresse www.riablog.de habe ich gemeinsamen mit meinem Partner Daniel Kopp ein neues Blog ins Leben gerufen, welches sich ausschließlich um Rich Internet Applications (RIA) dreht.
Es ist gleichzeitig das Corporate Blog unserer Firma Coded Culture, in dem wir über neue Entwicklungen, Hintergrundberichte, Fallstudien und Beispiele aus der RIA-Welt berichten und diese einordnen.
Unsere Firma hat sich auf die Entwicklung von Rich Internet Applications spezialisiert und in den letzten drei Jahren umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse sammeln können, die wir jetzt interessierten Lesern weitergeben wollen.
Dieses Blog bleibt selbstverständlich genauso aktiv wie bisher, nur dass hier andere, eher entwicklerspezifische Themen behandelt werden.
Viel Spaß beim Lesen des neuen Blogs und Kommentare sind wie immer erwünscht.
Wie bereits in Blogeinträgen berichtet, entwickelt Landon Fuller ein Java 6 für OS X, welches er vom JDK des BSD Unix ableitet. Mittlerweile ist die Version 1.0 des Java 6 Ports namens Soylatte erschienen und sie läuft einwandfrei.
Ein Aufruf auf der Shell ergibt die gewünschten Resultate:
Tyr:~ retokiefer$ java -version
java version "1.6.0_03-p3"
Java(TM) SE Runtime Environment
(build 1.6.0_03-p3-landonf_05_dec_2007_21_09-b00)
Java HotSpot(TM) 64-Bit Server VM
(build 1.6.0_03-p3-landonf_05_dec_2007_21_09-b00, mixed mode)
Auch das Einbinden von Fullers Java 6 in Eclipse geht einwandfrei. Einfach die zusätzliche JVM in den Preferences einstellen und den Compiler auf Version 6 einrichten und es läuft.
Dieses Java 6 ist für Entwicklungszwecke durchaus ein guter Ersatz, dennoch bleibt auf eine offizielle Apple-Version von Java 6 zu warten, denn diese sollte zum einen besser ins System integriert sein und zum anderen auch nicht auf X11 für Grafikausgabe angewiesen sein, Sound unterstützen etc.
Aber Soylatte ist ein geniales Projekt und wenn die Entwickler um Landon Fuller in dem Tempo weitermachen, hat man eventuell bald eine bessere Javaumgebung als mit der von Apple gelieferten. Auch in Sachen Portierungstempo von Java 7 macht Soylatte Hoffnung, denn die Entwicklungen sollen dem openJDK Projekt zugute kommen.
Adobe hat auf seinen Labs heute drei neue Betas herausgegeben, die die nächste Version im Bereich Rich Internet Applications einläuten.
Vom Flex 3 SDK, dem Flex Builder 3 und der AIR Runtime gibt es nun jeweils die Beta 3.
Laut Adobe sollen es die letzten Betas sein, vor dem final Release Anfang 2008. Die Betas konzentrieren sich alle auf Qualität und Performance und stellen den letzten Stand vor den Finals dar.
Im Weiteren hat Adobe noch die Data Services als BlazeDS geöffnet. Weiteres lässt sich im neuen RiaBlog nachlesen.
Es weihnachtet schon sehr und es ist die Zeit des Tuns guter Dinge. Warum nicht auch einmal diejenige Organisation unterstützen, deren Existenz man einen Großteil seiner Tools und Produktivität verdankt?
Die Eclipse Foundation hat nun eine Möglichkeit geschaffen, mit der auch Einzelpersonen, an die Foundation direkt spenden können. Alles was man braucht ist eine Kreditkarte oder einen Paypal-Account. Das Spendenprogramm wird hier vorgestellt, die Spendenseite ist hier zu finden.
Man kann sich aussuchen ob man mit seiner Spende anonym bleiben will oder in einer Liste veröffentlicht wird. Spender mit einer Summe ab $ 35 können zum “Friend of Eclipse” werden. Diese können ein spezielles Logo verwenden und sie bekommen Zugang zu einem dedizierten Mirror-Server für ihre Downloads.
Papervision3D hatte nicht nur am 1. Dezember seinen ersten Geburtstag als OpenSource-Projekt gehabt, es steht auch schon eine Alpha von Papervision3D 2.0 zur Verfügung, deren Fokus u.a. auf Geschwindigkeitsoptimierungen liegt.
Unter dieser Adresse gibt es neue Beispiele mit der aktuellen Version von Papervision3D, die allesamt recht beeindruckend sind. Besonders gelungen ist der Audio-Visualizer, der sich hier findet, aber ziemlich auf die CPU geht.
Ja, richtig die neue Version von Groovy ist 1.5, nicht etwa 1.1 wie man anhand der ganzen Betas und Release Candidates erwarten hätte können.
Die Gründe dafür liegen zum einen darin, dass es zu viele Neuerungen gibt, um nur einen 0.1 Schritt in der Versionierung zu gehen, aber auch nicht genügend Features, um einen Schritt auf 2.0 zu rechtfertigen.
Ein anderer Grund ist derjenige, dass man mit den Features parallel zu Java 1.5 (oder Java 5) geht, sprich es werden in Groovy 1.5 Enumerations, Annotations und Generic Types unterstützt.
Die Änderungen und Neuerungen gehen aber bei weitem über die genannten Eigenschaften hinaus, so wurde bspw. die Swing-Unterstützung deutlich verbessert und der Swing-Builder fast gänzlich neu geschrieben.
Eine Liste mit den Änderungen findet sich hier und hier, Groovy 1.5 steht hier zum Download bereit. Ein einführender Artikel zu den Neuerungen von Guillaume Laforge findet sich bei InfoQ.
Groovy ist eine dynamische Skriptsprache, die in der Java Virtual Machine läuft und sehr effiziente Konstrukte für effektiven und wartbaren Code bereithält. Jedem, der Groovy noch nicht kennt, empfehle ich, sich einmal — wenigstens kurz — damit zu beschäftigen, denn es lohnt sich. Für Webanwendungen steht mit dem Grails Framework eine sehr mächtige und für RAD-Projekte geeignete Plattform zur Verfügung, die sich in weiten Teilen am Rails Framework für Ruby orientiert, aber auf einem Enterprise Stack (Java, Hibernate, Spring etc.) basiert.
Google hat die Verfügbarkeit einer neuen Chart-API bekannt gegeben.
Die äußerst einfach zu benutzende API erlaubt es per einfachem URL-Aufruf, voll formatierte Grafiken als PNG zurück zu erhalten. Man übergibt lediglich eine URL mit GET-Parametern und kann das Resultat als IMG-Tag direkt in der eigenen Website einsetzen.
Ein Aufruf wie etwa:
http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&chs=220×100
&chd=s:BCDEFG&chl=Mai|Jun|Jul|Aug|Sep|Okt
ergibt folgendes Resultat:

Die Dokumentation ist sehr ausführlich und erlaubt es schnell, aussagekräftige Charts zu erstellen. Es stehen etliche Charttypen zur Verfügung und es lassen sich durch Parameterübergabe auch zusätzliche Effekte erstellen.
Die Charts-API ist das 20%-Projekt (Google Mitarbeiter haben 20% ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte zur Verfügung) der Google-Niederlassung in Zürich und es ist wirklich etwas Beeindruckendes und wirklich simpel zu benutzendes herausgekommen.