Archive for the ‘XML’ Category

Trac it

Sunday, April 9th, 2006

Manchmal sind es diese kleinen, feinen Tools über die man eher stolpert als dass man sie gesucht hätte, die das Arbeiten extrem positiv vereinfachen. So bei uns geschehen mit Trac, das seither unverzichtbar bei der Arbeit geworden ist.

Trac ist ein integriertes SCM (Software Configuration Management) und Projekt Management Tool, das wirklich clever ist. Im Projekt Management Bereich können Milestones und Versionen avisiert werden, im Issue Tracking können Bugs und Feature Requests eingetragen und verwaltet werden. Dazu ist es noch ein Wiki in dem etwa die Dokumentation zu dem verwalteten Projekt gepflegt werden kann. Der Clou ist aber die Anbindung an SVN (Subversion) Versionierungswerkzeug. Der Entwickler kann bequem per Browser den Quellcodebaum durchforsten und sich Versionsstände ansehen.

Die Anbindung geht aber weiter: Versieht man etwa die Annotation beim Subversion Commit mit entsprechenden Kommentaren (etwa “Ticket #56 fixed”) erkennt Trac das automatisch und zeigt in der Timeline genannten Übersicht gleich an was gefixt wurde und verlinkt den SVN Eintrag mit der Bug Database.

Aber Trac ist noch viel mehr, seinen vollen Wert erkennt man erst in der Nutzung. Arbeitet man verteilt im Team gibt es nichts Aufschlussreicheres (auch kein Mail, IM oder Skype) als sich die Timeline anzusehen, die Issues, Bugs, Code Commits und Wiki Einträge zeitlich geordnet auflistet und jedem Beteiligten ad hoc Übersicht über den Projektstatus verschafft.
Trac macht aber auch Sinn, wenn man alleine arbeitet, alleine durch seine Fähigkeit, ein Projekt zu begleiten.

Trac ist Open Source und in Python geschrieben und es gibt auch eine Menge an Trac Hacks und Plug-ins für diejenigen, denen die Grundausstattung nicht genügt…

~300 MB Eclipse Fun

Sunday, March 12th, 2006

Das Ende des Juni naht und damit das Major Relase der neuen Eclipse Core Version und zehn der wichtigsten Plug-ins aus den verschiedenen Bereichen. Um einen synchronisierten Release von Eclipse 3.2 und der wichtigsten Plug-ins zu gewährleisten hat die Eclipse Foundation das Projekt “Callisto” aus der Taufe gehoben.

Und die erste Version von Callisto steht nun zum Download bereit inklusive einer spezielle Callisto Update Site. Der geneigte Eclipse Enthusiast oder Interessent mag

http://www.eclipse.org/projects/callisto.php#Installing

aufrufen und sich die neueste Milestone Version der universellen IDE anschauen. Zusammen mit dieser

http://download.eclipse.org/callisto/releases/

speziellen Update Site kann man sich die bleeding edge Version laden und testen. Die Vielfalt der Tools ist beeindruckend und beansprucht ohne Installationsdateien annähernd 300 MB auf der Festplatte, mit dabei sind aber auch Plug-ins für die C/C++ Entwicklung.

Aber wer sich einen Einblick in die Fortschritte der Eclipseentwicklung verschaffen will oder einen Preview auf den Standard der IDEs ab Juni erhaschen will, dem sei die Installation empfohlen.

Wer sich aktiv am Quality Feedback beteiligen will, der kann sich unter

http://www.eclipse.org/projects/callisto-files/callisto-bug-contest.php

am Bug Contest beteiligen und obendrein noch interessante Preise ergattarn.

Eclipse ist schon ein großartiges Projekt mit wahnsinnig vielen Möglichkeiten. Und das schönste ist, dass die Preview Releases bereits recht gut nutzbar sind weil eben die Qualität stimmt !

Eclipse 3.1

Thursday, June 30th, 2005

Endlich ist die neue, stabile Version dieser flexiblen IDE erschienen. Wie bereits angekündigt startet Eclipse nun deutlich schneller und verhält sich (ausreichend RAM vorausgesetzt) auch flüssiger als die Vorgängerversion.Mit der Version 3.1 hält auch die Unterstützung für Java SE 5 Einzug. Mit den Ende Juli erscheindenden Web Standard Tools wird dann auch die Unterstützung für Java EE und andere gängige Techniken der Webentwicklung hinzu kommen.Was mich brennend interessierte ist, ob denn die bisher unter 3.02 genutzten Plug-ins auch mit der neuen 3.1 Version funktionieren, ich also den Sprung auf die neue Version wagen kann. Einige erste Tests ergaben:

  • Truestudio (PHP & Python): Nimmt man den jüngsten Maintenance Build geht alles einwandfei bis auf den Debugger unter PHP. Ein Bug ist bereit reportet.
    Update vom 13. Juli 2005: Nimmt man den jüngsten Maintenance Build des 1.0 Zweiges geht auch der Debugger wieder.
  • Oxygen (XML): Der Hersteller hat bereits ein Release der 6er Version für Eclipse 3.1-M7 im Programm, der klaglos lief. Bis die Final für 3.1 erscheint kann man m.E. getrost den Milestone einsetzen.
  • SFTP: Das SFTP-Plugin lässt sich leider nicht mehr verwenden.
  • Subclipse (SVN): Läuft dem Anschein nach einwandfrei.
  • SQL-Explorer: Das Plug-in um mal eben schnell in die Datenschicht zu schauen ließ sich nicht einwandfrei zum Arbeiten bewegen. Statt dessen nehme ich jetzt Quantum 3, das läuft ohne Probleme.
    Update vom 7. Juli 2005: Mittlerweile ist auch SQL-Explorer in einer Eclipse 3.1 kompatiblen Version erschienen. Ich habe mich letztlich für den SQL-Explorer entschieden, weil er deutlich mehr Funktionen beitet.
    Und vor der Installation des SQL-Explorers bitte das Eclipse Graphical Editing Framework (www.eclipse.org/gef) installieren, wenn nicht ehe schon vorhanden.
  • ASDT (ActionScript): Das Plug-in läuft.
  • FlashOut: Auch dieses Plug-in läuft einwandfrei, läuft es doch nur unter Eclipse 3.1

Bei einigen Plug-ins wird man noch warten müssen, bis die Entwickler 3.1 kompatible Versionen releasen. Bis dahin kann man schon recht gut mit seinen (nicht-Java) Tools arbeiten - mit den Java Tools ohnehin…

OpenDocument OASIS Standard verabschiedet

Tuesday, May 31st, 2005
Mit OpenDocument wurde ein XML Standard für die Erzeugung und Speicherung von Dokumenten verabschiedet, wie sie in Office-Applikationen anfallen - Textdokumente, Tabellen, Präsentationen oder Grafiken.Openoffice.org (ab Version 2) und KOffice setzen auf den neuen Standard. Auch wenn Microsoft selbst Mitglied von OASIS ist, bleibt eine Implementierung des OpenDocument Standards in die Microsoft Offcie Produktlinie noch offen - oder sollte man fraglich sagen?

OpenDocument macht von bereits bestehenden XML Standards, wie HTML, SVG, XSL, SMIL, XLink, XForms, MathML und Dublin Core Gebrauch, wann immer es möglich und sinnvoll ist.

Flexcoders Workbench

Wednesday, May 25th, 2005
Wie der eine oder andere wissen mag, arbeite ich seit einigen Wochen an einem Flexprojekt. Es macht wirklich Spaß, eine völlig neue Technologie auch wenn vieles vertraut ist (ActionScrip2 & XML).Für jemanden, der manche Tage bis zu 16 Stunden auf einen Screen sieht ist die Güte der IDE schon entscheidend auch wenn viele meinen dass vi rockt…
Und bei einem Flexprojekt ist natürlich eine IDE für Flex von Vorteil. Der erste Griff — weil es mit Flex ausgeliefert wird — Flexbuilder hat das mittelmäßige Erscheinungsbild von Dreamweaver geerbt und bietet ja auch Möglichkeiten zum visuellen Malen seiner Oberflächen. Für den code-zentrierten Entwickler ist das natürlich nicht unbedingt das Wünschenswerte. Aber Flexbuilder kann schon ein wenig mehr, aber leider nicht genug um ernsthaft eine ganze Flexapplikation in einer IDE zu entwicklen. Mit einer Flexapplikation meine ich Backend wie Frontend. Flexbuilder bietet zwar auch Debugging-Fähigkeiten aber es geht auch besser. Außerdem ist der ActionScript2-Editor noch weniger zu gebrauchen, als der mit Flash MX 2004 Professional mitgeliefert wird.

[Für diejenigen, die nicht alles in einem haben wollen, gibt es mit SePy eine gute, in Python geschriebene OS Alternative, die auch schon bald Flexunterstützung aufweisen wird.]

Da muss was anderes her und wenn man ein wenig sucht und vielleicht noch € 100 ausgibt bekommt man eine wahrhafte Traum IDE - eine, die jeden Aspekt eine Flexprojekts abdecken kann. Da bietet sich eine “Allzweckwaffe” wie Eclipse an. Eclipse ist ursprünglich eine OS JAVA IDE ist aber durch ihr offenes Plugin Konzept für vielerlei Sprachen sehr gut zu benutzen.

Für das gegenwärtige Flexprojekt setze ich Eclipse 3.02 ein, mit den Plugins:

Diese Kombination mit den ohnehin schon vorhandenen JAVA-Tools erlaubt es an jedem Aspekt der SOAP gestützen Flexanwendung zu arbeiten. In dem Konzert kommen den einzelnen Plugins dann folgende Rollen zu:

  • Die PHP und JAVA Editoren samt Debuggern werden für die Entwicklung der Logikschicht genutzt, die via SOAP zwischen Flex und den Datenbanken vermittelt.
  • oXygen stellt mit ein paar Tricks einen vollwertigen Ersatz zu Flexbuilder dar. Macromedia liefert mit Flex ein nahezu vopllständiges XML-Schema für die Flexeigene XML-Applikation MXML zur Verfügung. Diese Schema lässt sich mit oXygen nutzen um Code-Hinting und -Completion wie auch Echtzeit-Fehleranzeige zu erzeugen, sowie eine (baumartige) Übersicht über die XML-Datei und die verwendeten (und erlaubten) Attribute. (Man muss hierzu in den Eclipse Preferences den XSLT-Editor mit dem MXML-Schema verknüpfen.)
  • ASDT erlaubt es komfortabler als im Flexbuilder ActionScrip2-Klassen zu bearbeiten.
  • Mit SysDeo ist nicht nur eine komfortabler Steuerung des Tomcat-Java-Servers verbunden, sondern auch eine Ausgabe aller Meldungen, auch derer, die zwischen Flex und den Webservices ausgetauscht werden. Somit sieht man direkt was an SOAP- und XML-Nachrichten ausgetauscht wird, ideal zum Debuggen des Datentransfers!
  • SQL Explorer erlaubt das schnelle on the fly Absetzen von Queries an jedes mit JDBC ansprechbare RDBMS (hier Oracle 9.2 und Mysql 4.1 und ist ideal, um mal eben SQL-Statements zu erproben, bevor sie in den Code eingehen.

Und diese ganzen Funktionalitäten wohlgemerkt alles innerhalb einer IDE. Kein lästiges Wechseln zwischen verschiedenen Programmen, mit jeweils anderer Handhabung. Natürlich frisst Eclipse Resourcen, aber das ist immer noch weniger, wie Flexbuilder alleine, ganz zuschweigen von den dann noch zusätzlich anfallenden Editoren / IDEs.

Und Investitionen etwa in oXygen (etwa 100 €, man muss mal nach passenden coupons hierfür googeln) sind allemal gerechtfertigt, den oXygen ist ein hervorragendes Werkzeug zum Arbeiten mit XML, XSLT, XSLFO, DTD und Schemas und ist durch eingebaute Generatoren, Transformer, eine grafische Darstellung von Schemas und einen XSLT-Debugger viel, viel mehr als ein XML-Editor. Ich bin geneigt zu sagen, dass oXygen durch aus den viel teureren Programmen á la XMLSpy das Wasser reichen kann, zumindest bis zu mittleren Ausbaustufen.

Fazit:
Eclipse ist durch seine Plugin-Konzept exzellent in der Lage eine mehr als brauchbare Alternative zum Flexbuilder zu sein. Es bietet viel mehr und angesichts dessen, dass nicht immer verschiedene Entwickler an den verschiedenen Tiers sitzen, sondern es auch Doppelbesetzungen geben kann, sehr wichtig. Zumal Eclipse sich auch bestens mit CVS und Subversion versteht und die fertigen Files gleich vie eigebautem FTP/WebDAV auf den Staging-Server überspielen kann.