Archive for the ‘Mac’ Category

64bit Java auf OS X Leopard?

Monday, November 5th, 2007

Wer unter OS X 10.5 Leopard auf der Shell

java -d64 -version

eingibt wird sicherlich erstaunt bis enttäuscht sein, dass er keine 64bit Version angezeigt bekommt, vorausgesetzt er hat eine 64bittige CPU, etwa den Core 2 Duo. Die Ausgabe lautet:

Cannot run Java in 64 bit mode. Continuing in 32 bit mode.
java version "1.5.0_13"
Java(TM) 2 Runtime Environment, Standard Edition (build 1.5.0_13-b05-237)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 1.5.0_13-119, mixed mode, sharing)

Nichts desto trotz ist das Java unter Leopard natürlich 64bit fähig. Laut einem Eintrag auf der Apple Mailingliste handelt es sich um einen kleinen Bug. Man kann das 64bittige Java erzwingen, wenn man den vollen Pfad zu “java” aufruft. Die Eingabe

/System/Library/Frameworks/JavaVM.framework/Versions/1.5.0/Commands/java -d64 -version

erzeugt wie erwartet die Ausgabe:

java version "1.5.0_13"
Java(TM) 2 Runtime Environment, Standard Edition (build 1.5.0_13-b05-237)
Java HotSpot(TM) 64-Bit Server VM (build 1.5.0_13-119, mixed mode)

13949712720901ForOSX

Sunday, November 4th, 2007

Mit diesem String wird in Blogs weltweit eine Art Unterschriftenkampagne geführt, damit Apple Java 6 für OS X 10.5 Leopard supportet und bald veröffentlicht.

Einfach den String 13949712720901ForOSX ins eigene Blog oder eine andere Online-Publikation setzen und man unterstützt die Forderung.

Da das Indexing durch Google recht schnell geht, kann man die Anzahl der Unterschriften durch eine Google-Suche ermitteln.

Details zur Aktion und woher die Zeichenfolge kommt finden sich etwa hier und hier.

Leopard Update unspektakulär

Thursday, November 1st, 2007

Ich habe heute mein MacBook auf OS X 10.5 Leopard upgedated. Die Installation wie das Update selbst sind eher unspektakulär, alles wie man es in etwa erwartet.

Die Neuerungen in Leopard sind dezente Änderungen an Optik. Dezent eventuell deswegen, weil ich ja nicht allzu lange mit der Tiger-Optik konfrontiert war… Die einheitliche Optik der Titelleiste ist angenehm, die neuen Icons nach meinem Geschmack, Cover Flow im Finder eine schöne Sache und die runden Ecken der Menüs sind ebenso eine dezente Verbesserung. Da das Dock bei mir ohnehin Links am Bildschirmrand angebracht ist, halten sich die Veränderungen in Grenzen.

Timemachine kann ich mangels externer HDD noch nicht nutzen, aber Spaces ist schön integriert und ein sinnvolles Feature. Die neues Features von Mail etc nutze ich eher weniger.

Aber das Update scheint von einer leicht längeren Startzeit abgesehen eine Geschwindigkeitsverbesserung mit sich gebracht zu haben und das Speichermanagement scheint mir auch effektiver zu arbeiten.

Die Änderungen unter der Haube sind sicherlich mit der größte Grund für ein Update gewesen. Voller Unix-Status und die meisten Sachen 64-bittig, sowie neue Versionen der Core Komponenten, sollten für sich sprechen.

Alles in allem ein gelungenes aber unspektakuläres Update. Schmerzlich fehlt Java 6, aber dazu habe ich ja schon etwas geschrieben.

Kein Java 6 auf Leopard

Friday, October 26th, 2007

Nachdem sich nun die Gerüchte bewahrheitet haben, dass Mac OS X 10.5 Leopard kein Java 6 mitbringt, muss man sich wirklich fragen, ob der Mac noch für Entwickler taugt. Es geht ja nicht nur im die Sprache an sich sondern auch die Plattform. Darüberhinaus sind die meisten IDEs für den Mac in Java geschrieben, nicht nur Eclipse oder Netbeans.

Man kann zwar sagen, dass man momentan eher noch kein Java 6 benötigt, es sei dann man ist an vorderster Front in Sachen Desktop-Entwicklung oder JavaFX unterwegs. Aber Java ist bereits seit fast einem Jahr für andere Plattformen erschienen und bringt neben Neuerungen auch erhebliche Performance-Vorteile mit sich.

Die quälende Frage, die sich auftut ist vielmehr, ob Apple auf seiner Plattform Java künftig noch weiterentwickeln will. Hier wäre eine Aussage von Apple wirklich wünschenswert. Auch wenn Mac eine Marke ist, die auf den Massenmarkt zielt, ist der Mac bei vielen Entwicklern sehr beliebt. Auch im Universitätsbereich (in den Informatik Fachbereichen) würde ein Wegfall der Java-Unterstützung zu einem Verlust von Kundengruppen führen, da an den Unis niemand Objective C unterrichten/lernen will.

Es bleibt die Hoffnung, dass Java 6 demnächst zum Download bereitsteht (eine Developer Preview gab es immerhin schon mal zum Download) sonst bleibt alleine die Hoffnung, dass sich Sun wieder selbst der OS X Entwicklung des JDK annimmt, oder etwas Brauchbares aus openJDK hervorgeht. Immerhin nennt Apple Java unter Leopard immer noch eine “Key Technology”, das macht Hoffnung.

Ich werde Apple weiterhin gerne benutzen und auch auf den Leoparden updaten, nur bevor nicht Klarheit in Sachen Java auf OS X besteht, werden die MacBooks die einzigen Apple-Rechner bleiben.

Und nein, an eine Ubuntu-Installation auf Apple Hardware mag ich mich noch nicht ganz gewöhnen ;o)

Hat der Mac als Entwickler-Maschine ausgedient?

Monday, October 22nd, 2007

James Gosling, der “Vater” von Java, hat sein jahrelang genutztes Powerbook gegen ein Notebook mit Solaris eingetauscht. Die Begründung ist, dass seiner Meinung nach Apple nicht mehr die ideale (Java)-Entwickler-Maschine sei. Er selbst nutze ein Notebook mit dem aktuellen Solaris statt dessen, welches den Entwickler viel besser unterstütze.

Die genauen Gründe für den Wechsel sind nicht bekannt. Es kann sein, dass es Gosling stört, dass die aktuelle Java-Version (Java 6) auf Mac erst zehn Monate später als auf anderen Plattformen erscheint und dazu noch in einem kostenpflichtigen Update verpackt ist. Oder, dass sein Arbeitgeber Sun, so gerne das hauseigene Betriebssystem Solaris in gutem Licht präsentieren will?

Mich jedenfalls überzeugen die Argumente nicht. Es kann sein, dass einige Features von Solaris sehr entwicklerfreundlich sind, aber ich finde weder Gnome wirklich überzeugend noch möchte ich auch die anderen OS X Anwendungen verzichten, ganz zu schweigen von der Usability des Mac. Außerdem findet momentan ein Großteil der ernsthaften Java-Entwicklung noch in Versionen vor (oder mit) Java 5 statt. Und mit Leopard hat man nun sogar ein zertifiziertes Unix als Unterbau unter der genialen Oberfläche.

Ein letzter Punkt, der Goslings Wechsel schon fast hanebüchen erscheinen lässt, ist seine Aussage, dass Solaris das Notebook, wenn er es zuklappt nicht in den Schlafmodus versetzt, sondern es einfach weiter läuft. Er muss es also immer Ausschalten, eine tolle Sache…

Nur wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, dass es kein Java 6 mehr für OS X gibt (es sei denn es entsteht etwas aus dem openJDK-Projekt), dann hat der Mac mittelfristig als Entwicklerplattform wohl wirklich ausgedient, auch für mich :o(