Ich bin kein Fachmann für Musikmarketing, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung davon. Aber ich bin (zahlender) Musikkonsument und weiß sehr wohl zu schätzen, wie sich Künstler und Labels um mich als Hörer bemühen. Eine absolute Ausnahmeerscheinung ist das Trio von Above & Beyond samt ihrem Label Anjunabeats.
Neben heute fast selbstverständlichen Profilen bei Facebook, mySpace u.v.a.m. bietet mir Above & Beyond eine “Weekly Radioshow” idealerweise als PodCast. Einfach Abonnieren und ich habe auf meinem iPod immer die aktuellen Ausgaben der Show. Kein “gesendetes” Webradio, wo man sich im besten Fall von dubiosen Seiten fragwürdige Stream-Mitschnitte runterladen muss. Alles schon asynchron, ich höre die Sendung dann wenn ich Zeit und Lust habe, nicht weil es gerade in einem Sendeplan eines Webradiosenders passt.
Ein weiteres Highlight ist Above & Beyond TV. Ein Video-PodCast der nicht nur neue Releases featured sondern auch Aufnahmen und Mitschnitte von Auftritten rund um die Welt bietet. Das Material ist sehr stimmungsvoll und gibt das Lebensgefühl, was die Musik ausdrücken soll sehr gut wieder. Die Videos sind nicht nur per PodCast verfügbar sondern auch YouTube-Channel.
So kommen mir automatisch die neuesten Shows und Videos des Trios ins Haus, ich muss nicht Suchen und Finden, RSS macht’s möglich. Und so stelle ich mir auch die “Fan-Betreuung” vor, etwas was viele Künstler und Labels im Trancebereich (nur für den kann ich sprechen) noch nicht verstanden haben. Promoremixe und Radioshows reichen nicht aus, die Sendungen müssen zu den Hörern kommen. Wer den unbestreitbaren Vorteil von RSS-Feeds nicht verstanden hat, der wache bitte schnellstens auf.
Und wer befürchtet, dass keiner mehr CDs/MP3s kauft, wenn es periodische Mixe / Shows gibt, der irrt. Ich kaufe mir fast jede Compilation von Above & Beyond (von den vielen Remixen von einzelnen Tracks ganz zu schweigen) – ich kann mir Dank der Hörangebote im Vorfeld eine Meinung erlauben, ob es sich lohnt oder nicht. Und bei Above & Beyond lohnt es sich meistens…
Heute hatte ich endlich die Muse mir im iTunes Store die neue Compilaton des Anjunabeats Labels “Anjunabeats Vol. 6″ zu kaufen.
Es ist immer wieder verblüffend mit welcher konstanter Qualität das Label um die drei von Above and Beyond es schafft ansprechenden und hochwertigen Trance um sich zu sammeln.
Anjunabeats Vol. 6 ist wie der Vorgänger ein Doppelalbum und reiht sich nahtlos in die Reihe ein. Meine Favoriten sind die beiden Remixe des Oceanlabs Projekts sowie zahlreiche andere Tracks wie Delusion von Super 8 & Tab.
Eine Empfehlung für jeden, der den Sound des Londoner Labels mag.
Seit Anfang August ist das zweite Album von Sunlounger draußen. Das Projekt von DJ Shah ist Balearic Sound pur.
Das zweite Album “Sunny Tales” ist noch deutlich besser als das erste, auch die Musik wirkt irgendwie gereift. War das erste Album manchmal ein wenig an der Grenze zum Schmalzigen (ja auch das geht bei dieser Musikrichtung) oder erinnerte passagenweise an Ricky King (kennt den noch jemand?), ist Sunny Tales jetzt aus einem Guss und man kann es von vorne bis hinten durchhören und genießen.
Wie schon beim ersten Album gibt es zwei CDs, die eine mit Dance-Versionen der Tracks, die andere mit Chillout-Versionen. So kann man je nach Stimmung die Musik genießen, sei es aktiv oder kontemplativ. Wer bei iTunes kauft erhält zusätzlich auch noch zwei zusätzliche Tracks in CD-Länge, auf denen die Tracks der beiden Haupt-CDs gemixt sind.
Sunny Tales ist für mich der Soundtrack des Sommers, passend zu jeder Zeit, zu jedem Mood.
Mit Sirens of the Sea liegt das lange erwartete Debut Album von Oceanlab endlich vor.
Oceanlab sind das Produzententeam von Above & Beyond plus die Stimme von Justine Suissa.
Diese Kombination hat sich schon in der Vergangenheit als genial erwiesen. Trance vom Feinsten zusammen mit der feinen und einzigartigen Stimme der Sängerin und Songwriterin.
Mit Sirens of the Sea liegt allerdings kein Dancefloor kompatibles Album vor. Vielmehr sind die Stücke relaxed bis verträumt. Also kein Club- sondern Homelistening. Aber zum Entspannen gibt es für mich momentan nichts besserer und selbst die etwas schnelleren Stücke kommen noch relaxed daher.
Aber vom Titeltrack gibt es bereits sehr gute Remixe, und ich bin sicher er werden noch einige andere folgen. Meine Favoriten sind Sirens of the Sea, Miracle und Breaking Ties.
Kaum zu glauben, aber das Trance Label Anjunabeats der Formation Above & Beyond hat eine Compilation herausgebracht, die das 100. Release feiert. Das sind 100 Qualitätsveröffentlichung in acht Jahren eines der etabliertesten Trance-Labels überhaupt.
Auf den beiden CDs werden alte und neue Tracks aus acht Jahren in einem neuen Mix gespielt, der sehr stimmig und mitreissend geworden ist. Für mich der Mix des Jahres, auch wenn es erst April ist, das wird schwer zu überbieten. Und das obwohl für den, der einzelne Releases oder die Anjunabeats Sampler Vol. 1-5 besitzt wenig Neues dabei ist – aber der Mix der besten Releases geht so wunderbar ins Ohr.
Anhand der einzelnen Titel der CDs merkt man wie konsistent die Truppe aus London um Jono Grant, Paavo Sijamaki und Tony McGuinness mit ihren Veröffentlichungen ist – das betrifft sowohl die eigenen Releases von Above & Beyond (und Projekten wie Oceanlab) aber auch die Releases des Labels.
Als feine Zugabe befindet sich noch eine DVD (From Goa to Rio) im Case, die einen kurzen Einblick in die Welt von Above & Beyond bietet und Ausschnitte von zwei Gigs des Trios schön aufbereitet. Ein stimmungsvolles Extra als Geschenk für 100 tolle Releases.
In diesem Sinne, auf die nächsten 100 wunderbaren Releases…
Wir haben zwar erst April aber mein Album des Jahres ist bereits erschienen. Es ist Tri State von Above and Beyond, das erste Album des genialen britischen Producer Teams. Erschienen ist das Album auf dem hauseigenen Label Anjunabeats.
Tri State ist genial produziert und im ersten Moment relativ wenig Trance lastig. Die Stücke gehen dezent ineinander über und manche Facetten, die man am Anfang hört, hört man später wieder einmal, so dass ein durchgehender Hörgenuss entsteht.Die perfekten Beats sind niemals aufdringlich und die Vocals passen sehr gut zu der leicht sphärischen Musik.
Tri State eigent sich zum Homelistening wie auch als Hintergrundmusik sehr gut, weil die Musik eingängig und eben “rund” ist.