Seit vorletzten Freitag ist die Version 1.1 des JavaFX SDK von Sun erhältlich. Neben hunderten Bugfixes für die seit Dezember 2008 erhältliche Desktopversion von JavaFX steht nun erstmals ein offizielles Release für die mobile Version zur Verfügung.
Vergleicht man den jetzigen Ansatz des JavaFX mobile Releases mit den Ankündigungen, die noch auf der JavaOne 2008 getätigt wurden, so stellt man fest, dass sich Suns Strategie im mobilen Markt grundlegend gewandelt hat. Zur JavaOne 2008 wurde JavaFX Mobile noch als voller Stack für mobile Endgeräte herausgestellt. Sun unternahm in diesem Zusammenhang auch Akquisitionen, wie etwa die der Savage Technologie.
Mittlerweile ist man von der Idee eines weiteren mobilen Betriebssystems weit entfernt. Statt einfach ein weiterer me too Hersteller zu sein, versucht JavaFX mobile, das vollständig auf die Java ME aufsetzt, nun das verbindende Element in der Betriebssystem Heterogenität darzustellen – wohl auch zum Wohlgefallen der Hersteller von mobilen Endgeräten und den TelKo-Carriern.
Bei den vielen inkompatiblen Betriebssystemen ist die Java ME und das darauf aufsetzende JavaFX eine plattformübergreifende Technologie, die es Entwicklern ermöglicht auf eine möglichst breite Zahl von Endgeräten zu setzen. Das write once, run everywhere passt ein weiteres Mal auf die Java Technologie. Und mit JavaFX werden reichhaltige Oberflächen, die auf eine verbesserte User-Experience setzen wirklich, deren Codebasis im besten Fall nur einmal geschrieben werden muss: Im besten Fall skaliert eine Mobilanwendung auf eine Computeranwendung auf ein TV-Gerät, alles Dank JavaFX.
Wir müssen warten ob sich diese Marketingversprechen bewahrheiten, aber JavaFX (mobile) legt einen guten Start vor.




1 Comment
Peter Shaw
27. Februar 2009Man mag es ja kaum glauben, aber irgendwie schafft es sun immer wieder. Erst kommen sie mit ner echt geilen Idee, die dann von “anderen Lösungen” überrannt wird und nach gefühlten Jahren stehen sie mit der -perfectsolution- da.
Was JavaFx von seinen versprechen hält bleibt abzuwarten. Besonders wie die nötigen Plattformhersteller darauf reagieren. (siehe java auf ppc, java auf mac und ähnliche Katastrophen)