JavaFX Script in freier Wildbahn

Die iX macht in ihrer aktuellen Ausgabe auf ein Mashup aufmerksam, welches JavaFX Script verwendet, der Mitbewerber um Rich User Experiences von Sun, der gegen Adobes Flash und Microsoft Silverlight in Stellung gebracht werden soll. Unter www.musicpinboard.com steht die Anwendung zum Download und als Java Webstart zur Verfügung.

Die Entwicklergruppe soll acht Tage an der Anwendung entwickelt haben. Die über fünf MB große Anwendung kombiniert verschiedene Webservices aus dem Musikbereich mit einem Rich UI.

Für eine der ersten Demoanwendungen für JavaFx Script mag es beeidruckend sein, jedoch im Vergleich zu guten Flashseiten wirkt die Sache noch nicht rund. Die üblichen Probleme bei Java wie lange Initialisierungs- und Ladezeiten stehen dem ungetrübten Genuss der Anwendung entgegen. Auch die Dateigröße (auch wenn vieles Drittbibliotheken geschuldet ist) ist für eine solche Anwendung indiskutabel.

Die iX titelt den Artikel mit “Ein erster Schritt” und mehr kann dieses Mashup auch nicht sein.

Nachtrag zum Vortrag in Stuttgart: Einer der Diskussionspunkte war warum man denn eine neue Technologie / Sprachen (hier Flex) lernen und nutzen soll, wenn man das alles doch ehe mit Java erledigen könnte. Der Diskussionspunkt konnte nicht befriedigend gelöst werden, aber wenn man das Music Pinboard mit einer ausgewachsenen Flex-Anwendung vergleicht, sieht man in Sachen Dateigröße, Startup-Zeit, Flüssigkeit der Animationen, User Experience und der Codebasis recht schnell, dass es durchaus Sinn machen kann für bestimmte Aufgaben andere, spezialisierte Tools einzusetzen.

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