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Open Source: Frei = Kostenlos = Geiz?

August 24th, 2009 Reto Kiefer 6 comments

Am vergangenen Wochenende war wieder einmal die Froscon, eine Konferenz rund um freie Software. Rund 1.400 Geeks und Software-Enthusiasten waren in St. Augustin zusammen gekommen, um sich zu treffen, Vorträgen zu lauschen oder “ihr” Projekt vorzustellen. Und es war eine tolle Konferenz, die Vorträge und Keynotes hochwertig und es war genug Raum, dass sich die einzelnen Open Source Projekte vorstellen konnten.

Der Eintritt beträgt nur 5 Euro – ein Großteil der Kosten wird über Sponsoren abgedeckt. Jedoch kostet es sehr viel Zeit, Arbeit und auch Geld, um so eine Konferenz vorzubereiten und durchzuführen. Mann kann bei gesundem Menschenverstand davon ausgehen, dass jeder Euro zählt und wichtig ist.

Auch aus diesem Grund haben die Veranstalter diesmal ein so genanntes Business Ticket angeboten, dass den Eintritt zur Konferenz mit 100 Euro ermöglichte. Der einzige Unterschied zu einem normalen Ticket ist, dass man eine Rechnung zugeschickt bekommt, was die Kosten steuerlich absetzbar macht. Mehr bekommt man nicht – man bekommt aber die Gelegenheit, die Froscon auf einfache Weise  finanziell zu unterstützen. Eine einfach Anerkennung für die Arbeit und die Eröffnung der Chance, dass wir auch in Zukunft solche gelungenen Konferenzen in Deutschland haben werden.

Jetzt weiss ich aus verlässlicher Quelle, dass von den rund 1.400 Teilnehmern gerade einmal acht das teure Ticket genommen haben – was ich für Armutszeichen sondergleichen der Szene sehe. Es geht mir hier nicht um die ehrenamtlichen Helfer, Studenten und Schüler und auch nicht um die Enthusiasten, die ihr Wochenende opfern um ihr Open Source Projekt an Ständen vorzustellen. Sondern es geht mir um die vielen Administratoren, Entwickler, Techniker, Projektleiter, Manager und Geschäftsführer, die sich hier informieren und weiterbilden können, aber nicht einmal in der Lage sind, 100 Euro aufzubringen – weil man das gleiche ja auch für ein 20stel bekommt.

Hallo! Leute? Ihr verdient Euren Lebensunterhalt und meistens sogar mehr als das mit Open Source und lebt vom Enthusiasmus einiger weniger und dann nur acht Teilnehmer, die das teure Ticket gewählt haben? Das darf an sich nicht sein. Die Formel Frei (wie in Bier) = Kostenlos = Geiz darf nicht aufgehen!

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Freie technische Evangelisation & Usergruppen Leitung

August 2nd, 2009 Reto Kiefer No comments

Wenn man einige Jahre Usergruppen leitet und auch als Vortragsreisender für bestimmte Technologien unterwegs war, also klassisch als unabhängiger technologischer Evangelist (klingt komisch auf Deutsch, soll aber Technical Evangelist übersetzt sein) wirkt, kommt es immer wieder zu ähnlichen Beobachtungen, denen ich in diesem Blogeintrag einmal nachgehen will.

Wenn ich eine Technologie als Usergruppenleiter oder unabhängiger Evangelist vertrete, tue ich dies aus der Überzeugung heraus, dass die Technologie gut, interessant und viel versprechend ist. Wenn ich meine Zeit in eine Technologie investiere, muss mir klar sein, dass ich diese Technologie auch selber nutzen und in Kundenprojekten einsetzen will und werde. Ich bin auf Seiten der Entwickler, die meine Veranstaltungen besuchen, weil sie aus erster Hand eines Entwicklers hören wollen, wie es sich mit dieser oder jener Technologie verhält.

Entspringt die Technologie oder das Projekt aber einer Firma, kommen ganz andere Interessen mit dazu. Der Firma geht es weniger um die Coolness oder die für Entwickler interessanten Dinge dabei, sondern es geht ihr letztlich darum, mehr Technologie und mehr Produkte zu verkaufen. Die meisten Firmen haben ihre eigenen bezahlten Evangelisten, deren Erfolg wird aber in der Zahl der “bekehrten” Entwickler oder aber schlicht in Verkaufszahlen gemessen. Einer solchen Erfolgskontrolle unterliegen freie Evangelisten nicht – sie tun es aus Überzeugung. Diese Authentizität lässt sich nicht kaufen, sie muss aus Überzeugung entstehen – genau diese aber ist es, die den Unterschied zu Veranstaltungen macht, bei denen immer auch mehr oder weniger Produktmarketing betrieben wird.

Ein weiterer Konflikt ist an der Stelle auszumachen, wenn Firmen mehrere Technologien haben, die miteinander arbeiten. Hier gilt aus Firmenperspektive die Devise des Cross-Sellings, also jene Frontend-Technologie arbeitet am besten mit dieser Backend-Technologie aus dem selben Haus zusammen oder diese Software passt exzellent zu der Hardware des gleichen Herstellers. Natürlich gibt es Alternativen aber einem Corporate Evangelist wird es vorwiegend um das Promoten der eigenen Technologien gehen. Hier sind freie Evangelisten wieder im Vorteil, sie werden das propagieren, was aus ihrer Erfahrung und Praxis heraus am meisten Sinn macht.

Eine Ausnahme für das hier beschriebene bilden die Usergruppen oder Veranstaltungen, die aus Community Projekten hervorgegangen sind und zumeist unter die Klassifikation Free and Open Source Software (FOSS) fallen. Hier verhält es sich anders, da im Unterschied zu Technologien und Projekten hinter denen Unternehmen stehen, keine Drittinteressen im Spiel sind.

Christian Heilmann – seines Zeichens Web Developer Evangelist für das Yahoo Developer Network – führt in seinem neuen Buch-Projekt Developer Evangelism aus, wie sich Corporate Developer optimal geben sollten, um einen maximalen Impact zu erzielen. Für freie Evangelisten, die Technologien aus Überzeugung promoten bietet das Buch weniger als für Corporate Evangelists. Geht man die Kapitel durch wird deutlich, dass diese aus Überzeugung für die Technologie auftreten müssen und nicht um Produkte zu verkaufen. Die Firma, für die man arbeitet muss in den Hintergrund treten, die Technologie muss im Mittelpunkt stehen:

Yes, you work for a certain company that builds a lot of products, some of them cool – some of them terrible. The point of developer evangelism is not to get people excited about the brand or the company behind it though.

Instead it is about the products the company releases and even more specifically about getting developers excited about playing with them.

Diese uns andere Einsichten Heilmanns sind diejenigen, die einen Evangelisten erfolgreich machen sollen. Natürlich gehört dazu auch ein Management, was diese Art von Evangelisation unterstützt – es ist eben ein allumfassender Lernprozess.

Freie Evangelisten sind hier im Vorteil: Vieles, was sich bei Unternehmensevangelisten ändern muss, ist bei ihnen sozusagen naturgegeben schon vorhanden. Die oben angesprochene Authentizität muss sich durch Begeisterung und Überzeugung für die Technologien speisen und aus nichts anderem sonst.

Entwickler sind selten Entscheider, aber sie sind öfter als man denkt Entscheidungsvorbereiter. Und wenn Entwickler von Technologien angesprochen sind steigt die Chance, dass das Management sich auch dafür entscheidet. Das Ziel von Unternehmensevangelisten, mehr Produkte zu verkaufen und mehr Entwickler für sich zu gewinnen, stellt sich so auch indirekt ein – aber ohne peinliche Marketing- und verkappte Promotionaktionen für Produkte.

Hier sind wiederum die freien Redner im Vorteil. Ihre Unabhängigkeit erzeugt auch die angesprochene Authentizität. Sie ist aber auch für die Unternehmen eine unberechenbare Komponente, weil deren Technologien zwar authentisch demonstriert und erklärt werden, aber nicht unbedingt auf die Art und Weise, wie es die Marketingabteilungen der Firmen gerne hätten. Unternehmen sollten diese Unberechenbarkeit aber nutzen, sie ist oftmals mehr Wert als gestreamlinte Marketingshows.

Webbrunch am 9. August um 12 Uhr

July 27th, 2009 Reto Kiefer No comments

Am 9. August um 12 Uhr wird zum ersten Mal ein Webbrunch in der Brotfabrik in Frankfurt stattfinden.

Das lockere Event rund ums Web und Entwicklung ist offen für Themen aus den genannten Bereichen. Auf unserem Doodle kann man über Themenpräferenz und Zusage abstimmen. Bitte tragt Euch ein, wenn Ihr kommt, damit wir planen können. Erreichen wir eine kritische Masse können wir unseren eigenen Brunch gestalten und nicht den nehmen, den es ohnehin gibt.

Wie man auf dem Doodle sehen kann, gibt es Vorschläge aus folgenden Bereichen:

  • developer-evangelism.com
  • Web Standards
  • YQL / Mashups
  • Client Stuff (html / css / js)
  • Server Stuff (LAMP)
  • Other Stuff (IA, PMP, Design)
  • I’ll bring my own topic

Man aber auch einfach nur Brunchen, das Wetter genießen, mit anderen Gleichgesinnten diskutieren und fachsimpeln und eine gute Zeit haben.

Der Webbrunch ist eine Veranstaltung des DevDusk – dort findet Ihr auch noch weitere Informationen. Wer über den Web Brunch twittern möchte, der möge bitte den Hashtag #wbfra verwenden – danke!

Update vom 30. Juli 2009:

Mittlerweile haben wir es bestätigt: Zum Web Brunch wird Christian Heilmann von Yahoo! kommen und sein neues Buch und coole neue Yahoo!-Technologien vorstellen.

Vormerken: Nächstes Treffen der Flex UserGroup am 2. September

July 23rd, 2009 Reto Kiefer No comments

Das nächste Treffen der Flex Usergroup Rhein-Main nach der Sommerpause wird am 2. September um 19.30 Uhr stattfinden.
Thema werden Tools sein. Neben hoffentlich zahlreichen Vorträgen von Euch werden wir IntelliJ Idea als Flex IDE vorstellen und wenn noch Zeit ist auf Flash Catalyst eingehen.

Wenn Ihr Ideen für einen Vortrag habt oder etwas zeigen wollt, dann habt Ihr die Gelegenheit dazu. Egal ob Flexneuling oder Profi, jeder ist willkommen!

Damit wir planen können, gebt bitte auf unserer Mailingliste Bescheid, ob Ihr kommen könnt.

Der Veranstaltungsort ist:

Coded Culture GmbH (wir sind im Haus im Hinterhof, dort im 2. Stock)
Luisenstr. 6
D-65185 Wiesbaden (für Navi-Nutzer bitte die PLZ mit eingeben)
Telefon: +49 (0)611 – 450 30 57 0
Telefax: +49 (0)611 – 450 30 57 9

Gehört JavaScript wirklich die Zukunft der Web Anwendungen?

July 10th, 2009 Reto Kiefer 2 comments

In letzter Zeit rückt die Webentwicklung (zumindest des Frontends) mit den typischen Web 2.0 Technologien wie standardkonformes HTML, CSS der neuesten Generation und Ajax / JavaScript immer mehr in meinen Blickwinkel. Das bedeutet nicht, dass in diesem Bereich tatsächlich mehr passiert als sonst, sondern kann auch lediglich bedeuten, dass mir das Augenfällige dann doch noch aufgefallen ist. Ich bin auch nicht mehr so der Frontendentwickler wie noch vor acht oder zehn Jahren und wenn dann eher in Adobe Flex.

Anyway, es tut sich was im Webbereich und gerade im Bereich der offenen Standards. Neue Technologien sprießen, Frameworks werden immer besser und leichter einzusetzen und Altbewährtem werden neue Aspekte abgewonnen. Wer wie ich schon etwas länger im Webapplication Developement dabei ist, kennt einen Teil der Bewegung, die jetzt aufgezogen ist unter dem Stichwort DHTML. Schon vor rund zehn Jahren war man durchaus in der Lage mittels JavaScript DOM Bäume zu manipulieren und einiges an Dynamik in statische Webseiten bringen. HTML und CSS aber auch JavaScript entwickelte sich fort und brachte immer neue Möglichkeiten.

Neu hinzugekommen (und an das ist das wirklich Neue) ist, dass man aus einer Webseite heraus, Daten nachladen kann, etwas, dass vorher nur proprietären Technologien wie Flash oder Applets möglich war. Ajax fand sich schnell als eingängiges Brand für asynchrone Requests die Daten mittels JSON oder XML von einem Backend holten und darstellten.

Mit Ajax kamen die Frameworks, die Animationen, völlig neue Widgets für HTML und Interaktivität auf Webseiten brachten und den Datenaustausch mit Backends vereinfachten. Mit ExtJS und bspw. jQuery UI stehen komponentenbasierte Frameworks zur Verfügung, die sonst eher im Bereich von Java und Flex zu suchen waren. Neue Browserversionen überbieten sich mit immer schnelleren JavaScript-Engines und ein Ende der Entwicklung ist noch nicht abzusehen.

Und ein Blick in die Glaskugel (wobei eigentlich schon alles bekannt ist) zeigt, dass mit Anwendungstypen wie Google Wave oder Google Docs, Calendar etc. der Browser als Applikationsträger immer wichtiger wird und das eigentliche Betriebssystem zurückgedrängt wird. Googles angekündigtes Betriebssystem Chrome OS scheint vorwiegend als Browserruntime zu dienen. HTML 5 und immer schnellere JavaScript Engines zeigen schon heute was mit Video und Animationen bis hin zum Raytracing im Browser möglich ist – von den neuen Gestaltungsmöglichkeiten mit CSS 3 ganz zu schweigen. Da wird selbst die Luft für Rich Internet Technologien wie Flash, JavaFX und Silverlight dünner.

Aber sollte die Zukunft der Anwendungsentwicklung wirklich in JavaScript liegen? Diese Sprache, die so unleserlich und unschön ist. die noch nicht einmal einen eigenständigen Namen von ihren Schöpfern bekam, sondern sich als Java Irgendwas bezeichnen lassen musste – ohne dabei irgendeine vorteilhafte Eigenschaft von Java zu haben? Ich will und kann es mir nicht recht vorstellen. Selbst wenn die Tools einmal ausgefeilter sind, wird es immer noch eine große Mühe sein, JavaScript zu entwickeln – und damit meine ich nicht nur das eine oder andere Framework zu benutzen, sondern richtig zu programmieren.

Gestandenen Anwendungsentwicklern ist noch nicht einmal ein einigermaßen ausgereiftes Framework wie Flex mit einer relativ elaborierten Sprache wie ActionScript 3 ausreichend, um komplexe Anwendungen zu schreiben. Wie soll das dann erst mit JavaScript vonstatten gehen, wenn wir mal den Umweg über Googles Web Toolkit beiseite lassen?

Auch wenn vieles danach aussieht als würden die Anwendungsoberflächen der Zukunft in JavaScript programmiert werden will es mir nicht wirklich in den Kopf. Trends und Hypes gehen und kommen im Internet schneller als sonst wo aber an den Grundfesten der Softwareentwicklung wird nicht so schnell gerüttelt, das braucht Zeit. Das Versprechen der Offenheit und Plattformunabhängigkeit der Webstandards ist da, aber das wird bspw. auch von Java gegeben. Und wenn sich Adobe entscheiden sollte den Flashplayer zu öffnen, wird wieder ein Konkurrent um die Technologie der Webanwendungen gleichberechtigte Ansprüche anmelden können.

Es ist verblüffend was heute mit Webstandards und Ajax möglich ist, aber das Entwicklungsmodell ist nicht überzeugend. Zu viele Einzeltechnologien mit Interdependenzen und kein so ausgereifter Toolsupport wie bspw. in Java, ganz zu schweigen von Browser-Inkompatibilitäten. Aber JavaScript als Entwicklungssprache muss nicht die Zukunft gehören. Über Google Wave, die vermutlich am weitestgehende Ajax Anwendung sagen die Entwickler selbst: Ohne das Google Web Toolkit (was Javacode in JavaScript/Ajax “kompiliert”), also direkt in JavaScript programmiert, wäre Google Wave nie möglich geworden.

Vormerken: Nächster DevDusk am 7. September

July 9th, 2009 Reto Kiefer No comments

Auch wenn das Programm noch nicht genau feststeht wollte ich schon einmal den Termin für den nächsten DevDusk bekannt geben. Bitte tragt ihn in Eure Kalender ein und: “Spread the word”.

Der nächste DevDusk wird am 7. September wie immer um 19.30 Uhr in der Brotfabrik Frankfurt stattfinden. Wenn Ihr interessante Themen und Vorträge habt, lasst es und wissen.

Bestandsaufnahme Netbeans

April 3rd, 2009 Reto Kiefer 1 comment

Wer mein Blog liest weiss, dass ich zu den mehr oder minder überzeugten Eclipsenutzern im IDE-Ringen zähle. Zend Studio und Flex Builder neben diversen anderen Editoren sind mein tägliches Werkzeug und ich arbeite im Großen und Ganzen gerne damit.

Aus diversen Anlässen heraus habe ich aber immer wieder mit NetBeans zu tun, sei es durch das Nutzen Groovy / Grails Plugins (was bei Eclipse schlicht nicht zu benutzen ist) oder die reine Neugierde, einfach einmal das PHP Plugin zu probieren. Auch durch die Möglichkeit sich über Netbeans die Entwicklung von JavaFX zu erleichtern, habe ich mich mit Netbeans intensiver beschäftigt.

Und siehe da, Netbeans ist in weiten Teilen konkurrenzfähig und in manchen Bereichen deutlich leistungsfähiger als die anderen IDEs. Vor allem wirkt die Netbeans-Entwicklung sehr agil und flexibel. Das Netbeans-Team geht sehr schnell auf Entwicklungen ein und implementiert sie in der IDE. So ist etwa der Ruby/JRuby Support in Netbeans legendär. Die Java-Tools sind ebenfalls mehr als brauchbar, der Swing-GUI-Builder Matisse etwa sucht noch seinesgleichen.

Der Groovy und Grails Support ist auch sehr vorbildlich (bitte den GSP Support in der nächsten Version berücksichtigen!) und auch PHP kann punkten. Der Unittest Runner und die in Version 6.7, Milestone 3 hinzugekommene Code Coverage, lassen den Wind für Zend deutlich eisiger werden. Mit PDT kann Netbeans sicherlich jetzt schon konkurrieren.

Wer viel mit Java-Script zu tun hat sollte sich einmal Netbeans ansehen, die Unterstützung ist nach Aussagen vieler besser als die von Aptana. Und wer mit Erlang, Scala oder Python programmiert wird mit Netbeans auch fündig werden.

Auch vom Handling geht mit Netbeans vieles einfacher. So ist etwa die Installation von Plugins eine Leichtigkeit. Alle verfügbaren Plugins stehen in einer Auswahlliste bereit und man braucht nicht einen halben Tag um alle Plugins, die man so braucht zusammen zu suchen.

Summa summarum ist Netbeans mittlerweile auch für den anspruchsvollen Entwickler eine IDE der Wahl. Wer “exotische” Sprachen nutzt wird hier ebenso fündig wie bei der Suche nach Support für die Mainstream Sprachen. Auch der Vorbehalt die Swing GUI sei langsam, stimmt so nicht mehr und unter Mac OS X sieht Netbeans ab Version 6.7 sogar regelrecht schick aus.

Netbeans ist also definitiv auf dem aufsteigenden Ast, seine Entwicklung und seine Nutzerzahlen gewinnen an Momentum. Man kann nur hoffen, dass durch die geplante Übernahme von Sun durch IBM diese hervorragende IDE Alternative nicht untergehen wird, denn IBM hat bereits eine IDE und das ist Eclipse.

Rückblick zum DevDusk IV

March 20th, 2009 Reto Kiefer 1 comment

Gestern Abend war es wieder so weit. Nunmehr zum vierten Mal fand der DevDusk in der Brotfabrik Frankfurt statt.

Es war wieder ein toller Abend, vielleicht sogar der beste in der Serie. Bilder zum Treffen gibt es hier.

An die 40 Teilnehmer fanden sich ein um um zuerst Mihai Corlan, seines Zeichens Adobe Platform Evangelist für Europa, zu folgen. Neben einer kurzen Einführung und Vorstellung von künftigen Adobe Entwicklungen im RIA Bereich (Flex 4 Gumbo, Flash Catalyst) zeigte Mihai wie Rich Internet Applications einfach mit Flex und PHP erstellt werden können. Eindrucksvoll war das Frontend- und Backenddebugging in einer Session und die Performancevorteile bei Verwendung von AMF3 als Tramsferprotokoll zwischen Backend und Flex-Client.

In einem zweiten, sehr gelungenen, Vortrag, stellte Matthias Schmidt von Sun Microsystems Groovy, Grails und die Unterstützung dessen in der Netbeans IDE vor. Sehr schön wurden die positiven Eigenschaften von Groovy und seinem Webframework dargestellt und die Coder-Unterstützung durch die IDE. Da viele PHP-Entwickler anwesend waren zeigte Matthias anschließend noch das PHP-Plugin für Netbeans, was zum einen durch seine Features zum anderen durch seine Offenheit und Kostenfreiheit begeisterte. Es wäre mehr als zu bedauern, wenn diese tolle IDE, die immer mehr an Fahrt gewinnt im Rahmen einer Übernahme Suns durch IBM von der Bildfläche verschwinden würde (wir erinnern uns IBM ist der geistige Vater von Eclipse).

Insgesamt ein sehr schöner und unterhaltsamer Abend mit vielen guten Gesprächen auch am Rande. Als ich um 1 Uhr dann zu Hause war, war ich auch gut müde.

Ein Novum gab es noch: Der DevDusk fand das erstemal parallel in München statt, wo sich an die 30 Techies und Nerds zu einem ebenso unterhaltsamen Abend trafen. Den Nachbericht zu München findet man hier.

Der nächste DevDusk in Frankfurt wird etwas außerhalb des Rhythmus’ am 19. Mai wieder im 19.30 Uhr in der Brotfabrik stattfinden. Thema wird unter anderem “Testing untestable Code” anhand von PHP sein. Alle sind eingeladen zu diesem Treffen. Wer es weitersagen will, der findet hier Flyer zum weitergeben.