Posted on Sep 4, 2010 in Allgemeines, Blog

Die aktiven Nutzer der Web 2.0 und Social Media Angebote gehören naturgemäß zu den etwas extrovertierteren Charakteren zumindest was die Freizügigkeit ihrer Daten und Meinung im Internet angeht. Facebook, Twitter, Youtube und viele andere Dienste mehr fördern primär den Austausch von mehr oder minder persönlichen Informationen und Meinungen. Man will mit seiner Community verbunden bleiben, Teil von ihr bleiben und sich mit ihr austauschen. Soweit so gut.

Wie erfahre ich jedoch, wie meine Beiträge ankommen, wie andere darauf reagieren – sprich wie messe ich die Narzissmus-Indikatoren meiner Web-Extrovertiertheit? Wie erkenne ich wer Zuschauer meines Web-Exhibitionismus ist – wer um im Bild zu bleiben den Exhibitionismus befriedigt?

Betreibe ich eine Webseite, ein Forum oder gar ein Blog kann ich mir durch Tools wie Google Analytics oder vergleichbare Tools genau anschauen, wie viele Besucher ich hatte, woher diese kamen, was sie gemacht haben, oder ob sie sogar wiederum Links auf meine Seite gesetzt haben. Bei Social Media Diensten ist das in der Regel jedoch nicht möglich, es sei denn über dürftige Einzelabfragen einiger Dienste.

Die Kollegen aus Wiesbaden von Seibert Media haben ein Spin-off gegründet, welches genau eine Lösung für diese Problem bietet – und eine sehr gute dazu. TwentyFeet ist ein Statistik- und Analysetool für beliebte Web 2.0 und Social Media Dienste. Ich kann mir nach der Anmeldung komfortabel ansehen, wie viele Nachrichten / Items ich wo poste, wie die ankommen und welches Feedback es gibt. Statistiken zu Followern / Freunden, Listen etc. werden in einer Timeline grafisch dargestellt, so dass ich jederzeit meine Web 2.0 Performance einsehen kann. Neben Facebook und Twitter stehen momentan noch bit.ly und YouTube zur Verfügung. Gute Dienste haben ihren Preis, aber TwentyFeet nimmt je Dienst und je Account nur $ 2.49 je Jahr (!) und ist somit sehr moderat – wobei immer ein Account für Twitter und Facebook kostenlos bleibt. Der Dienst ist auch erst am Anfang, so dass bald mit weiteren Diensten und der Verknüpfung von ihnen zu rechnen ist.

Man fand sehr schnell einen eingängigen Begriff, um diese Art von Service zu bezeichnen: “EgoMetrics” beschreibt die Sache sehr gut und lässt sich wunderbar an den Anfang dieses Blogposts anknüpfen. Aber natürlich ist TwentyFeet nicht nur etwas für Web-Egomanen und ähnlich motivierte Netzbewohner – es ist ein veritables und leicht nutzbares Tool, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie es um die Entwicklung der eigenen Online-Reputation im Bereich Social Media bestellt ist. Die Bedeutung der eigenen Online-Reputation wird meistens total unterschätzt, so dass TwentyFeet ein willkommenes Tool zum Online-Reputations-Management ist.

5 Comments

  1. Paul Herwarth von Bittenfeld
    4. September 2010

    Hallo Reto,

    vielen Dank für Deinen Post über TwentyFeet. Für uns ist es übrigens auch ein Nachweis für die Effektivität von Scrum, das wir dort anwenden. Bis zum nächsten UG-Treffen!

    Viele Grüße
    Paul

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  2. Martin Seibert
    4. September 2010

    Auch von mir herzlichen Dank für den Artikel und die Erwähnung. Toll!

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  3. Aktuelle Blogposts über TwentyFeet « TwentyFeet Blog – Check your Track!
    10. September 2010

    [...] Reto Kiefer: TwentyFeet: Das Web 2.0 und die EgoMetrics [...]

    Reply
  4. Nervige Pop Ups - Seite 4 - Fernwehforum
    25. September 2010

    [...] [...]

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  5. Masthead
    17. Oktober 2010

    Hey coole Idee: User die erst sorglos ihre Daten und Netzwerk verschenken werden wahrscheinlich dann auch bereit sein für Statistiken zu zahlen.

    In der Tat ein “promising candidate”. Der psychologische Druck könnte in der Tat so stark sei, ein Payment zu triggern.

    Für Marketing sicherlich interessant.

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